Chronik

Unsere Vereinsgeschichte - von der Gründung bis in die Gegenwart.

Die Gründung

Gesang und Musik hat im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde Aufheim schon seit Jahrzehnten eine große Rolle gespielt. Mit dieser Feststellung beginnt die Chronik der Dorfmusikanten anno 1961, dem Gründungsjahr der Kapelle. Gründungsmitglied und 1. Dirigent der Kapelle ist Alois Steger. Er versammelte junge, musikbegeisterte Aufheimer zum gemeinsamen Musizieren um sich. Man fand Unterstützung bei der Aufheimer Bevölkerung und dessen Bürgermeister Johann Jehle. Schon am Faschingssamstag 1962, stellen sich die Musiker das erste mal der Öffentlichkeit vor. 

Die Anfänge

Die erste Mitglieder­ver­sammlung wählt 1965 Franz Eggle zum 1. Vor­sitzenden und die Kapelle zählt in die­sem Jahr 32 Mu­si­ker. Er knüpft den Kontakt zur Kapelle in Nassereith. 1968 übernimmt Günter Taubenheim für 22 Jahre dieses Amt. Und wird kurz darauf zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. Das 10-jährige Gründungsjubiläum 1971 bildet einen ersten großen Höhepunkt im Vereinsgeschehen. Das Fest wurde mit einem Musikertreffen des Bezirkes 9 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes unter Mitwirkung von 33 Gastvereinen und Musikkapellen gefeiert. Nach dem beeindruckenden Auftritt beim Festumzug wurde die freundschaftliche Beziehung mit der „Bürgerkapelle Nassereith“ aus Tirol vertieft.

Die 70er und 80er

1972 übernimmt Alfred Taubenheim die musikalische Leitung der Kapelle, die sich fortan „Dorfmusikanten Aufheim“ nennt. Im gleichen Jahr werden die freundschaftlichen Kontakte zum Spielmannszug „In Treue fest“ und zur Musik­kapelle aus Senden in Nordrhein-Westfalen ge­knüpft, einer bis heute anhaltenden Verbindung.

Das 20-jährige Gründungsjubiläum 1981 führt bei sogenanntem "Kaiserwetter" 43 Kapellen und Vereine zum Festzug und zum Bezirksmusikertreffen nach Aufheim. Die Kontakte über die Landesgrenze hinaus wurden mit Besuchen in Marz im Burgenland (Österreich) und Šternberk (Mähren) ausgebaut.


1984 wird ein Jugendorchester gegründet, des­sen Dirigent Her­mann Tauben­heim wird. Es ist der Beginn einer über Jahre erfolg­reichen Jugend­arbeit bei den Dorfmusikanten Aufheim. Rechtzeitig zum 25-jährigen Jubiläum wird eine neue Tracht angeschafft und 1986 wird dieses Jubiläum mit der Bürgerkapelle Nassereith und dem Spielmannszug „In Treue fest“ mit neuem Outfit gefeiert.

90er Jahre

1990 wird Georg Trunk zum 1. Vorstand gewählt. Unter seiner Leitung wird 1991 das 30-jährige Gründungsjubiläum mit einem Bezirksmusikertreffen und über 50 Kapellen und Vereinen beim großen Festzug durch Aufheim gefeiert. Das Jahr 1992 bringt zwei nennenswerte Ereignisse. Erstens: Dirigent Alfred Taubenheim muß aus gesundheitlichen Gründen seinen Taktstock nach 20 erfolgreichen Jahren abgeben und wird zum Ehrendirigenten ernannt. Zweitens: Auf Initiative von Georg Trunk wird die Jungbläservereinigung Aufheim-Gerlenhofen-Illerzell (JBV) gegründet. Ab 1992 leitet Karlheinz Link die Kapelle bis er den Taktstock 1994 an den nachfolgenden Dirigenten Reinhold Görthofer übergibt.

Jahrtausendwende

Im Jahr 2004 übernimmt Thomas Mohring den Vereinsvorsitz. Das regional äußerst erfolgreiche Jugendorchester des Vereins, Jungbläservereinigung Aufheim-Gerlenhofen-Illerzell (JBV) unter musikalischer Leitung von Manfred Richter, wird auf Antrag der anderen Partnervereine im Jahr 2006 aufgelöst. Der Verein gegründet als Folge das eigenständige Jugendorchester Jungbläser Aufheim (JBA) unter Leitung von Manfred Richter. Im Jahr 2007 übergab er die musikalische Leitung an Rani Rezek. Bei den Dorfmusikanten übergibt nach fast 15 Jahren Dirigent Reinhold Görthofer im Jahr 2008 den Taktstock an Thomas Bollmann.

Die Zehnerjahre

Das Jahr 2011 steht ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Dorfmusikanten mit Bezirksmusikfest. Neben Festakt, Wertungs­spie­len und dem Festzelt beim Musikergarten feiert das ganze Dorf mit einem unver­gess­lichen Festumzug durch Aufheim sowie einem Gemein­schafts­­chor mit über 1.000 Musiker:innen in der Dorfmitte. Georg Trunk wird im Mai zum Ehrenvorsitzenden ernannt und Dirigent Thomas Bollmann wird im November 2011 herzlich verabschiedet. Am 29.12.2011 verstirbt der Ehrenvorsitzende Georg Trunk unerwartet und viel zu früh.

Nach dieser Zäsur übernimmt Rainer Trometer im Februar 2012 die musikalische Leitung der Dorfmusikanten. Thomas Mohring übergibt mit einem vorzeitigen Rücktritt nach acht Jahren an der Spitze des Vereins im März 2012 die Verantwortung an seine bisherige Stellvertreterin Astrid Birkholz.

Durch den unerwarteten und gemeinsamen Rücktritt von 1. Dirigent Trometer und 1. Vorsitzenden Birkholz im Sommer 2013 übernimmt der 2. Vorsitzende Martin Müller spontan die Vereinsverantwortung bis zur Neuwahl im Februar 2014. Dort wird er als 1. Vor­sitzender von der Versammlung gewählt, 2. Vor­­sitzender wird Jens Bransky. 

Musikalisch bleiben die Dorfmusikanten erfolgreich. Mit den stell­vertreten­den Diri­genten und dem Projekt­dirigent Andreas Glatzmaier erreichen die Dorfmusikanten die Qualifikation zum ASM-Oberstufenwettbewerb in Memmingen und liefern hervorragende Leistungen ab. 

Im April 2014 übernimmt Alexander Janz die bis dahin vakante Dirigentenposition. Höhepunkte sind die Mitwirkung beim Weihnachtsmarkt in Bad Hindelang, dem Oktoberfestumzug München, oder den ausge­zeichneten Ergebnissen bei Wertungsspielen. 

Beim Jahreskonzert im Herbst 2016 übergibt er den Taktstock an Alexander Menth, der bislang stellvertretender Dirigent in der WITA war. Bei der folgenden Jahreshauptversammlung übergibt der 1. Vorsitzende Müller den Verein in die Hände von Benjamin Schor. 

20er-Jahre bis heute

Der Beginn der 2020er Jahre ist durch die weltweite Corona-Pandemie geprägt. Kurz nach der Teilnahme am Antoniusfest in Uffholtz mit einem beeindruckenden Konzert vor rund 1.000 Besuchern und einem erfolgreichen Aufheimer Musikerball in 2020, werden Begegnungen im Land auf ein Minimum reduziert.

Proben fallen aus und neue Ideen wie Proben im „Homeoffice“ werden geboren. Ein Gartenfest „to go“ oder ein musikalischer Frühschoppen werden von Musikern und Besuchern dankbar angenommen, ersetzen aber das gewohnte Vereinsleben und die Jugendarbeit nicht. Der Festausschuss verschiebt das geplante Bezirksmusikfest zum 60-jährigen Vereinsjubiläum auf das Folgejahr 2022. Öffnung und Normalisierung scheinen ab Sommer durch die Impfungen langsam möglich. Präsenzproben mit Abstand, Test und Maske ermöglichen wieder große musikalische Ziele. Der Festausschuss unter Leitung des 1. Vorsitzenden Benjamin Schor plant Festakt, Umzug und ein dreitägiges Bezirksmusikfest im Festzelt mit vollem Engagement.

Wir freuen uns auf viele musikalische und kulturelle Höhepunkte unserer Orchester und Gruppen in einem hoffentlich nun pandemiefreien Jahrzehnt. Und das unser Motto „Musik verbindet Freunde“ am Jubiläumsfest vom 17.-19. Juni 2022 Realität wird.

Annalen 1961 - 2004